Stärkung der Resilienz in Baden-Württemberg

Die Landesregierung Baden-Württemberg möchte die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) der Bevölkerung in Katastrophen und Krisenlagen erhöhen. Dazu plant die Stabstelle der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung gemeinsam mit der Servicestelle und der Allianz für Beteiligung ein Projekt mit dem Titel: „Gut vorbereitet für den Ernstfall – in unserer Kommune packen wir gemeinsam an!“. Das Projekt besteht aus zwei Phasen:

  1. Zunächst sollen Fokusgruppen in Kommunen, die Krisen oder Katastrophen durchlebt und Erfahrungen gesammelt haben, durchgeführt werden. Ziel ist es, sich mit der Bevölkerung sowie zentralen Akteuren auszutauschen und deren Erfahrungen und Schlüsse festzuhalten (Januar 2026 – März/April 2026).
  2. Ausgehend von den Ergebnissen aus Phase 1 führt die Allianz für Beteiligung im nächsten Schritt Pilotprojekte in interessierten Kommunen durch. Gemeinsam bereiten sich Verwaltung, Katastrophen- und Bevölkerungsschutzorganisationen und Bürgerschaft koordiniert und ortsspezifisch auf den Ernstfall vor. Nach der Pilotphase (ein Jahr) können Kommunen das Konzept mit Unterstützung der Allianz für Beteiligung selbständig in ihren Kommunen durchführen (Frühjahr 2026 – Frühjahr 2029).

Die Servicestelle unterstützt bei der Organisation, Konzeption und Durchführung der ersten Projektphase (Fokusgruppen). 

Ablauf der Beteiligung

An ausgewählten Orten in Baden-Württemberg werden insgesamt fünf Fokusgruppen organisiert. In den Fokusgruppen kommen Mitglieder der Blaulichtfamilie, Vertretungen der lokalen Zivilgesellschaft und Bürgerinnen und Bürger zusammen. Als Ergebnis wird eine Dokumentation erstellt, die die Ergebnisse aller fünf Fokusgruppen vergleichbar aufbereitet, sodass Unterschiede und Parallelen jeweils sofort erkennbar sind. 

Mit den Fokusgruppen werden folgende Ziele verfolgt:

  • Erfahrungen aus vergangenen Katastrophen anhören, um von guten und schlechten Erfahrungen zu lernen.
  • Anregungen sammeln, wie die Kommunikation in einem zukünftigen Katastrophenfall aussehen könnte, um Orientierung zu geben und (durch konkrete Handlungsanweisungen) das Gefühl der Selbstwirksamkeit zu stärken.
  • Herausfinden, wie präsent das Thema Bevölkerungsschutz und Katastrophenprävention bei den Teilnehmenden ist und was ihre Bedürfnisse sind.
  • Daraus ableiten, welche Erkenntnisse dafür für das Projekt „Gut vorbereitet für den Ernstfall“ und weitere Maßnahmen wie Kommunikationskonzepte abgeleitet werden können.
Was macht die Servicestelle?

Die Servicestelle konzipiert und verantwortet die Umsetzung und Organisation der Fokusgruppen. Sie arbeitet dazu eng mit einem Dienstleister aus unserem Rahmenvertrag zusammen.

Ansprechpartner

Jakob Müller

Referent

 0711 21821657-91
 Jakob.Mueller@sdb.bwl.de