© Gemeinde Roigheim

Gemeindehaushalt und Bürgerbudget

Die Gemeinde Roigheim steht vor der Herausforderung, mit einem engen finanziellen Handlungsspielraum zentrale Zukunftsaufgaben zu bewältigen. Zu den anstehenden Maßnahmen gehören unter anderem die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses, die Ersatzbeschaffung eines Löschfahrzeugs, die Erweiterung und Sanierung des Kindergartens einschließlich Krippe, die Priorisierung von Straßen- und Kanalsanierungen sowie die mögliche Realisierung eines Mehrgenerationenspielplatzes.

Parallel dazu steht ein Bürgerbudget in Höhe von 5.000 Euro für das Jahr 2026 zur Verfügung, dessen Verwendung im Rahmen eines dialogorientierten Beteiligungsformats gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern entschieden werden soll.

Mit dem Amtsantritt der neuen Bürgermeisterin möchte die Gemeinde neue Wege der Bürgerbeteiligung gehen. Ziel ist es, die Bürgerschaft transparent über die finanziellen Rahmenbedingungen zu informieren, gemeinsam Prioritäten für künftige Investitionen zu entwickeln und dabei insbesondere Menschen zu aktivieren, die bisher wenig am kommunalen Leben teilgenommen haben.

Obwohl das Interesse an neuen Angeboten und Mitwirkung im Ort vorhanden ist, wird das Engagement vor allem von einer kleinen aktiven Gruppe getragen. Die Bürgerbeteiligung soll zu einer nachhaltigen und breiten Bürgeraktivierung beitragen und, niedrigschwellige Teilhabe und generationenübergreifendes Engagement bewirken.

Ablauf der Beteiligung

Der Beteiligungsprozess folgt dem Modell der Dialogischen Bürgerbeteiligung in Baden-Württemberg. Der Prozess startet öffentlich beim Lindenfest am 11. Juli 2026. Dort sammeln die Teilnehmenden erste Themen und Ideen. Gleichzeitig knüpft der Prozess an die Ergebnisse des Projekts „Kaleidoskop“ an. Anschließend findet eine erste Dialogwerkstatt statt. Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit dem Gemeindehaushalt. Sie diskutieren Themen und setzen Prioritäten. Parallel dazu läuft eine Online-Beteiligung. Alle Bürgerinnen und Bürger können Hinweise und Ergänzungen einbringen. Die Beteiligung ist offen und transparent. In einer zweiten Dialogwerkstatt entwickeln die Teilnehmenden Ideen für das Bürgerbudget 2027. Sie formulieren Empfehlungen für den Gemeinderat. Am 26. Oktober 2026 stellt die Gemeinde die Ergebnisse bei der Hallenkärwe vor. Die Bürgerschaft stimmt dort über die Verwendung des Bürgerbudgets ab. Der Gemeinderat berät die Empfehlungen im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2027. Die Entscheidung verbleibt beim Gemeinderat.

Was macht die Servicestelle?

Die Servicestelle konzipiert und verantwortet die Dialogische Bürgerbeteiligung. Sie koordiniert die Durchführung durch einen Dienstleister aus dem Rahmenvertrag.

Ansprechpartnerin

Mariesa C. Pfleiderer

Referentin

 0711 2182 1657 95
 Mariesa.Pfleiderer@sdb.bwl.de