Marbacher Gemeinderat beschließt Dialogische Bürgerbeteiligung

Zukunft des König-Wilhelm-Platzes im Fokus

Der Marbacher Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 19. März beschlossen, eine Dialogische Bürgerbeteiligung zur Zukunft des König-Wilhelm-Platzes durchzuführen. Der Gemeinderat hat die unabhängige „Servicestelle Dialogische Bürger beteiligung BW“ mit der Bürgerbeteiligung beauftragt. Als Anstalt des öffentlichen Rechts unterstützt die Servicestelle Städte und Gemeinden in ganz Baden-Württemberg bei Bürgerbeteiligungen.

„Wir wollen von Beginn an wissen, was den Anliegern rund um den König-Wilhelm-Platz wichtig ist. Die Dialogische Bürgerbeteiligung soll uns helfen, mögliche Konflikte frühzeitig zu erkennen. Wie auch die Bedürfnisse, die dahinterliegen. Und natürlich brauchen wir die kreativen Ideen der Bürgerinnen und Bürger. So können wir sichergehen, dass der neue König-Wilhelm-Platz gut wird. Ich freue mich sehr, dass das Land die Kommunen mit der Servicestelle unterstützt und diese Bürgerbeteiligung ermöglicht“, betont Bürgermeister Trost.

Hintergrund: Neugestaltung des König-Wilhelm-Platzes

In Marbach soll der zentrale König-Wilhelm-Platz umgestaltet werden. Der Platz ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Marbach, der von einer Kreisstraße gequert wird. Der Platz ist bislang hauptsächlich durch diese Straße und Parkmöglichkeiten geprägt. Nach einem Verkehrsversuch in 2024, plant die Stadt eine Veränderung der Verkehrsführung. Hieraus ergibt sich die Möglichkeit einer Umnutzung von Teilflächen des Platzes.

Für die Planung sollen durch die Dialogische Bürgerbeteiligung bereits frühzeitig die Bedürfnisse und Ideen der Bevölkerung für das Areal sichtbar werden. Die Empfehlungen aus der Dialogischen Bürgerbeteiligung fließen in die weiteren Planungen und Entscheidungen der Stadt ein.

Im Mittelpunkt der Bürgerbeteiligung steht eine „Planungswerkstatt“ mit zwei Terminen. Alle Interessierten können sich für eine Mitarbeit anmelden. Außerdem wird vorab eine Fokusgruppe mit Schülern stattfinden. Noch vor den Sommerferien werden die Ergebnisse dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Dialogische Bürgerbeteiligung in Marbach umfasst folgende Schritte:

1. FOKUSGRUPPE mit Schülern

Der König-Wilhelm-Platz grenzt unmittelbar an die Uhlandschule und wird viel von Schülern frequentiert. Die Bedürfnisse und Ideen der Schüler sollen im Rahmen einer Fokusgruppe erkundet werden. Nebenbei sollen die Jugendlichen dabei einen Einblick in die Arbeit der Stadtplanung erhalten.

2. PLANUNGSWERKSTÄTTEN mit Anliegern

Kern der Bürgerbeteiligung wird eine Planungswerkstatt sein. Diese soll zwei Termine umfassen. Die Planungswerkstatt richtet sich insbesondere an Anlieger des Platzes. Sie ist aber bewusst offen für alle Interessierten. Am ersten Termin wird ein Überblick über den Planungsstand und den Beteiligungsprozess gegeben. Außerdem werden Bedürfnisse rund um den König-Wilhelm-Platz gesammelt. Am zweiten Termin werden Ideen entwickelt und Empfehlungen für den Gemeinderat erarbeitet.

3. ÜBERGABEVERANSTALTUNG

Noch vor den Sommerferien werden die Ergebnisse vorliegen und öffentlich vorgestellt.

Informationen zur Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung

Die Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung Baden-Württemberg AöR hilft Kommunen und anderen Behörden bei Dialogischer Bürgerbeteiligung. Sie konzipiert geeignete Beteiligungsformate, die zum jeweiligen Thema passen. Außerdem hält die Servicestelle eine Auswahl geeigneter Beteiligungsdienstleister vor. Diese können von Kommunen aus einem Rahmenvertrag abgerufen werden. Die Servicestelle ist inhaltlich neutral. Sie trägt die Verantwortung für die Bürgerbeteiligung und sichert deren Qualität. Die Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung arbeitet entgeltfrei für Kommunen. Allerdings fallen Kosten für Beteiligungsdienstleister an. In Marbach werden diese Kosten aus einem Fördertopf des Landes getragen. Dieser steht Kommunen bis 20.000 Einwohner zur Verfügung.

Transparenz und Nachvollziehbarkeit

Alle Schritte der Bürgerbeteiligung in Marbach werden auf der Webseite der Servicestelle dokumentiert. Die Servicestelle legt bei ihren Verfahren besonderen Wert auf transparente Abläufe und eine verständliche Kommunikation gegenüber der Bürgerschaft.