Dialogische Themensammlung zur geplanten Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) in Stuttgart-Weilimdorf

Ulrich Arndt, Leiter der Servicestelle: „Alles kam auf den Tisch.“

Am Mittwoch, den 20. Mai 2026, fand die Dialogische Themensammlung zur geplanten Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) in Stuttgart-Weilimdorf statt. Im Bürgertreff Hausen kamen von 10:00 bis 14:00 Uhr rund 60 Personen zusammen. Vertreten waren Akteure aus Politik, Nachbarkommunen, Vereinen und Gesellschaft. Eingeladen hatte die Servicestelle Bürgerbeteiligung. Sie organisiert im Auftrag des Ministeriums der Justiz und für Migration die Dialogische Bürgerbeteiligung.

Ulrich Arndt, Leiter der Servicestelle Bürgerbeteiligung, dankte für die intensive Arbeit. „Unser Entwurf der Themenlandkarte ist jetzt viel besser geworden. Das ist eine gute Grundlage für die weitere Bürgerbeteiligung. Wir haben neue Aspekte und Themen herausgearbeitet, die für die Bürgerinnen und Bürger wichtig sind. Das hilft uns, den Dialog-Markt gut zu vorbereiten. Ulrich Arndt hob einen weiteren positiven Nebeneffekt hervor: „Es hilft enorm, wenn alle Seiten gemeinsam erkennen, dass es neben allem Schwarz und Weiß auch Grautöne gibt.“ Ulrich Arndt lobte zudem die vielen kreativen Ideen, die zum Dialog-Markt gesammelt wurden. „Das hat unseren Horizont enorm erweitert. Mit dieser Grundlage können wir zielgerichtet in die weiteren Planungen einsteigen“.

Bezirksvorsteher Julian Schahl begrüßte zu Beginn die Gäste. Anschließend stellte die Servicestelle Bürgerbeteiligung vor. Danach erhielten alle Teilnehmende das Wort und brachten ihre jeweiligen Bedürfnisse, Anregungen und Ideen vor. Es gab keine inhaltliche Debatte, dafür lag der Fokus auf der Themen-Sammlung. Die Frage lautete dabei: „Was haben wir in der Themenlandkarte vergessen?“.

Genannt wurde u.a.

- zielgruppenspezifische und kontinuierliche Projekt- und Nachbarschaftskommunikation – auch im laufenden Betrieb,

- Fragen zu Maßnahmen der Stärkung des sozialen Miteinanders, insbesondere mit dem Fokus auf Kinder und Jugendliche,

- die Nutzung und Einbindung der Expertise der freien und sozialen Träger vor Ort,

- Auswirkungen auf die ansässigen Unternehmen und deren Sorgen sowie

- Sicherheitsbedenken bezüglich der Beleuchtung und der Nutzung des ÖPNV.

Außerdem wollte die Servicestelle wissen, wer die Bürgerinnen und Bürger beim Dialog-Markt informieren soll. Auch hier wurden wichtige Hinweise aufgenommen. Darunter u.a.

- verschiedene Ämter der Landeshauptstadt Stuttgart (Jugendamt, Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung),

- soziale Träger,

- zivilgesellschaftliche Vereine und Initiativen,

- Vermögen und Bau sowie

- Unternehmen und sonstige Anrainer.

Die Dialogische Themensammlung war die zweite Stufe der Dialogischen Bürgerbeteiligung. In einer ersten Stufe konnten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Themenlandkarte bereits online ergänzen. Die Online-Beteiligung war vom 23. März bis 20. April 2026 möglich.

Die in der Dialogischen Themensammlung verbesserte und ergänzte Themenlandkarte bildet die Grundlage für den Dialog Markt. Dieser wird voraussichtlich noch 2026 stattfinden. Der Dialog-Markt ist die dritte Stufe der Dialogischen Bürgerbeteiligung. Dort können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über die Grundlagen, Planungen, den Zeitplan und die nächsten Schritte informieren. Außerdem besteht die Möglichkeit, Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums der Justiz und für Migration, des Regierungspräsidiums Stuttgart, der Servicestelle, der Polizei sowie weiteren Institutionen Fragen zu stellen. Den genauen Tag und Ort der Veranstaltung geben wir rechtzeitig bekannt.