Dialogische Bürgerbeteiligung zur Zukunft der Ortschaftsräte in Oberried gestartet.

Dialogische Themensammlung am 29. September 2026 in der Klosterschiire

Gestern fand in der Oberrieder Klosterschiire eine „Dialogische Themensammlung“ statt. Die Veranstaltung bildet den Auftakt einer Bürgerbeteiligung zur Zukunft der Ortschaftsräte in Oberried.

Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter verschiedenster Interessen aus der Gemeinde. Rund 20 Personen sind der Einladung gefolgt. Darunter Mitglieder des Gemeinderats und der Ortschaftsräte, Vertreter von Vereinen und weitere zivilgesellschaftliche Akteure.

Bürgermeister Klaus Vosberg begrüßte zu Beginn die Teilnehmenden. Er erläuterte, warum sich der Gemeinderat zu diesem ergebnisoffenen Prozess entschlossen hatte: Die Zusammenarbeit von Ortsteilen und Gesamtgemeinde solle auf den Prüfstand, um herauszufinden, ob die bestehenden Strukturen noch passend sind. Bürgermeister Vosberg betonte dabei, dass es nicht zwingend um die Frage nach der Beibehaltung oder Abschaffung der Ortschaftssatzungen in den Ortsteilen Oberrieds gehe. Herausforderungen wie z.B. die schwierige Kandidatensuche für die Ortschaftsräte und die
Tatsache, dass der Hauptort Oberried selbst keinen Ortschaftsrat habe, hätten den Gemeinderat bewegt, den Beteiligungsprozess zu starten.

Daniel Oppold, Referent der Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung des Landes Baden-Württemberg, moderierte den Abend. Er informierte über die Arbeit der Servicestelle und gab einen Überblick zum Ablauf des Abends. Der Gemeinderat hatte im Mai die unabhängige Servicestelle mit der Bürgerbeteiligung beauftragt. Als Anstalt des öffentlichen Rechts unterstützt die Servicestelle Städte und Gemeinden in ganz Baden-Württemberg bei Bürgerbeteiligungen.

Im ersten Teil der Veranstaltung galt es, eine Themenlandkarte zu ergänzen. Hier konnten sich alle Teilnehmenden reihum einbringen und Aspekte ergänzen, die mit der Arbeit der Ortschaftsräte zusammenhängen. Dabei ging es noch nicht um eine Bewertung geht. Vielmehr war das Ziel, dass alle relevanten Themen erfasst werden. Im weiteren Verlauf des Abends wurde über die Frage gesprochen, welche weiteren Prozessschritte sinnvoll und gewünscht sind.

Die Teilnehmenden waren sich einig, dass zunächst eine Bürgerumfrage durchgeführt werden solle. Mit dieser soll erfasst werden, wie die Bürgerinnen und Bürger ihre Möglichkeiten zur Mitgestaltung des Gemeinwesens in den Ortsteilen und der Gesamtgemeinde wahrnehmen. Außerdem soll ein Überblick zur Wahrnehmung der Arbeit der Ortschaftsräte und des Gemeinderats gewonnen werden.

Zum Schluss der Veranstaltung haben die Teilnehmenden einen Vorschlag für eine Steuerungsgruppe erarbeitet. Diese soll gemeinsam mit der Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung die Bürgerumfrage vorbereiten und alle weiteren Prozessschritte planen. Der Steuerungsgruppe sollen die Ortschaftsratsvorsitzenden, zwei Gemeinderäte, der Bürgermeister und Vertreter aus Vereinen angehören. Dieser Vorschlag soll den Ortschaftsräten und dem Gemeinderat in deren nächsten Sitzungen vorgelegt werden.