Bürgerforum übergibt Empfehlungen an den Gemeinderat

Dialogische Bürgerbeteiligung zur möglichen Ansiedlung von Batteriespeichern in Hüffenhardt

Am Mittwoch, 30. September 2026, wurden die Empfehlungen des Bürgerforums zur möglichen Ansiedlung von Batteriespeichern in Hüffenhardt in öffentlicher Gemeinderatssitzung übergeben. Zwei Teilnehmer des Bürgerforums präsentieren Schlaglichter aus dem Abschluss-Bericht.

In den vergangenen Wochen und Monaten arbeiteten sich rund 30 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger in die Thematik ein. Sie haben dabei die wichtigsten Argumente gesammelt, gefiltert und abgewogen. Auch kreative Hinweise für die konkrete Umsetzung des Vorhabens wurden diskutiert.

Das Bürgerforum traf sich zu drei Sitzungen. In den Sitzungen hörten sie verschiedene Experten an, benannten und prüften Argumente aus unterschiedlichen Perspektiven und Bereichen. Sie sprachen unter anderem über die grundsätzliche Bedeutung von Batteriespeichern im Netz, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Risiken (Lärm, Brandschutz, etc.). Die Inputs wurden aufgezeichnet und sind auf der Webseite der Servicestelle veröffentlicht.

Am Ende steht ein Bericht an den Gemeinderat, den das Bürgerforum einstimmig verabschiedet hat. In diesem wird u.a. festgehalten, dass

  • das Projekt eine Chance für Hüffenhardt ist, die sich wahrscheinlich nicht wiederholt. Daher solle Hüffenhardt dieses Projekt jetzt angehen, anpacken und dabei schneller, besser und innovativer sein als andere Standorte.
  • Die üblichen alltäglichen Lebensrisiken insgesamt höher einzuschätzen sind als das spezifische Risiko, welches von einem Batteriespeicher ausgeht.

Darüber hinaus werden Auflagen formuliert, unter denen das Projekt mitgetragen wird. Diese betreffen u.a.

  • die Ausgestaltung der Verträge zwischen der Gemeinde und dem Vorhabenträger sowie
  • die weitere Kommunikation und Einbindung der Bürgerinnen und Bürger,

Die Gemeinde Hüffenhardt und die Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung haben die Empfehlungen auf ihren Webseiten veröffentlicht.

Ein Sprecherteam des Bürgerforums stellte die Ergebnisse selbst vor. Sie betonten dabei, dass im Bürgerforum verschiedene Meinungen, Perspektiven und Lebenswirklichkeiten zusammenkamen und intensiv miteinander diskutiert und gerungen wurde.

Bürgermeister Laier dankte den Teilnehmenden für ihr großartiges Engagement. Er betonte, dass der Bericht sehr viele wertvolle und konkrete Hinweise enthalte, die dem Gemeinderat helfen können, eine gute Entscheidung zu treffen. Er versprach, dass sich das Gremium intensiv mit den Empfehlungen auseinandersetzen werde.

Moderator Frank Ulmer (Kommunikationsbüro Ulmer) betonte, dass die Mitglieder des Bürgerforums sehr viel Arbeit investiert hätten – mindestens 20 Stunden. Das sei keinesfalls selbstverständlich und zeige, wie intensiv sich die Teilnehmer eingearbeitet hätten.

Jakob Müller von der Servicestelle Bürgerbeteiligung Baden-Württemberg begleitete das Verfahren. „Dialogische Bürgerbeteiligung macht sichtbar, wie vielschichtig ein Thema ist. Und obwohl sich nicht immer alle einig sind, doch alle respektvoll miteinander diskutieren können.“ Er dankte den Teilnehmenden, insbesondere aber auch dem Gemeinderat für den Mut, diesen dialogischen Weg zu gehen.

Die Empfehlungen sind auf der Website der Servicestelle Bürgerbeteiligung einzusehen.